Ferien Immobilien Ostsee

Marktstudie zu privaten Ferienimmobilien 2009
Zusammenfassung

Quelle: FeWo-direkt in Kooperation mit der Kristensen Group Deutschland

Um den Markt für private Ferienimmobilien zu analysieren, hat FeWo-direkt in Zusammenarbeit mit der Kristensen Group Deutschland im Zeitraum 20.10. bis 01.12.2008 insgesamt 2.036 Eigentümer zu ihren Ferienimmobilien befragt, wesentliche Themen waren u.a Kaufmotive und -kriterien, Objekteigenschaften, Finanzierung, Einnahmen und Vermietung.

Stetiges Wachstum bei Ferienimmobilien

Bei deutschen Privatanlegern sind Ferienimmobilien im eigenen Land besonders beliebt. Fast die Hälfte des Ferienhausbestands der Befragten liegt in Deutschland (48 Prozent).

Die Käufe privater Ferienimmobilien in Deutschland haben sich bereits seit Beginn der 80er Jahre positiv entwickelt, die Anzahl der Objekte ist bis heute um 20 Prozent angestiegen, während sich das Niveau der Auslandsimmobilien kaum verändert hat. Der Ferienimmobilienmarkt boomt seit 2002 besonders: 53,7 Prozent aller Käufe entfallen auf die letzten acht Jahre.

In den letzten acht Jahren ist der Vermietungsmarkt stark gewachsen. 69 Prozent der Immobilienbesitzer sind zwischen 2000 und 2008 in die Vermietung eingestiegen - 23,8 Prozent allein in den letzten zwei Jahren. Das Internet als einfacher und effizienter Werbekanal hat entscheidend zu dieser Entwicklung beigetragen. Mittlerweile sind Ferienimmobilien ein wichtiges Standbein des Tourismus - insbesondere in Deutschland, wo jährlich 34 Prozent aller Ferienhausübernachtungen verbucht werden können.

Wertveränderung der Immobilie

59,6 Prozent der Befragten kennen den aktuellen Wert ihrer Immobilie und haben somit das Ferienobjekt als Kapitalanlage fest im Blick. 23,1 Prozent haben ihr Objekt schon einmal schätzen lassen. Das Ergebnis: 76,7 Prozent der Immobilien sind im Wert gestiegen, nur 14,2 Prozent haben zum Teil große Verluste erlitten. Bei den restlichen 9,1 Prozent blieb der Wert unverändert.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Ferienimmobilie als stabile Wertanlage betrachtet werden kann. Den größten Einfluss auf eine positive Wertveränderung hat die Lage (86,9 Prozent), vor einer kontinuierlichen Instandhaltung (72 Prozent). "Da Ferienimmobilien in 1A-Standorten knapp werden, prognostizieren wir für Lagen in Strandnähe in den nächsten zehn Jahren einen deutlichen Preisanstieg", sagt Per Barlag Arnholm, geschäftsführender Gesellschafter der Kristensen Group Deutschland. "Das Wertsteigerungspotenzial lässt sich auch aus der Vergangenheit ablesen. Während der durchschnittliche Preis eines Ferienhauses in Deutschland in den 90er Jahren bei etwa 200.000 Euro lag, liegt er heute bei rund 340.000 Euro."

Kaufmotive

Bei 43 Prozent der Befragten stand die Eigennutzung der Immobilie beim Kauf im Vordergrund. 40,1 Prozent betrachteten die Ferienimmobilie als zusätzliche Einkommensquelle. Für 36,4 Prozent stellte sie in erster Linie eine gute Geld- und Kapitalanlage mit Wertsteigerungspotenzial dar. Etwa ein Drittel der Befragten sehen Das Objekt als Altersruhesitz.

Wichtigstes Kriterium: Die Lage

Die Lage hat nach Aussagen der Eigentümer nicht nur den größten Einfluss auf die Wertsteigerung, sondern war für 84,4 Prozent der Befragten zentrales Kaufkriterium. Für den Vermietungserfolg ist sie ebenfalls ausschlaggebend. Bei Urlaubern ist die Lage der Ferienimmobilie Top-Buchungsgrund.

Bezüglich Lage sind Strandnähe oder Landleben erwünscht. 35 Prozent aller Eigentümer entschieden sich für eine Ferienimmobilie in Strandnähe, 25,5 Prozent zog es aufs Land und 17,6 Prozent in die Berge. Dies alles geht mit dem Wunsch nach Ruhe und Erholung einher.

Bei der touristischen Infrastruktur liegen Wander- und Radwegenetze bei vielen Käufern hoch im Kurs (63,7 Prozent). Ebenso viele legen Wert auf erlaufbare Einkaufsmöglichkeiten. Für mehr als die Hälfte sind Restaurants und eine gute Verkehrsanbindung notwendig.


Finanzierung & Erwerb

Der durchschnittliche Kaufpreis der Immobilien lag bei den Befragten bei 196.500 Euro. Mehr als die Hälfte haben maximal 150.000 Euro gezahlt.
67 Prozent der Befragten benötigten Fremdkapital für die Immobilienfinanzierung. Nur 33 Prozent finanzierten sich das Ferienobjekt aus eigenen Finanzmitteln oder erbten die Immobilie.
Der Anteil der Fremdfinanzierung liegt durchschnittlich bei 53,7 Prozent. Nur ein geringer Teil der Befragten (zehn Prozent) konnten mindestens drei Viertel der Investitionssumme mit Eigenkapital abdecken.

Die beste Finanzierungsform besteht in der Kombination aus Vermietung und Eigennutzung: Eigentümer, die ihr Ferienobjekt mindestens 120 Tage im Jahre vermieten, können laufende Kosten, Kreditzinsen und Tilgungsraten abdecken - so eine Faustformel des Immobilienverbands Deutschland.

Ferienhäuser aus Privatverkäufen sind gefragt: Fast 48 Prozent der Befragten erwarben das Objekt direkt von privat. Die begehrtesten Vermittler sind Immobilienmakler (24,6 Prozent) und Bauträger (11,8 Prozent).
Ein Kauf vom Kreditinstitut kam für 11,4 Prozent in Frage. Vor dem Kauf informierten sich 68,7 Prozent vor Ort. 29,7 Prozent zogen Bekannte und Freunde zu Rate. 25,1 Prozent nutzten das Internet.

Ferienhaus oder Ferienwohnung ?

Bei der Frage, welcher Objekttyp beim Kauf die Nase vorn hat, liegt das Ferienhaus mit 53,4 Prozent knapp vor der Ferienwohnung (46,6 Prozent). 8,4 Prozent der gekauften Objekte liegen in einem Ferienpark.
Besitzer legen Wert auf großzügige Räumlichkeiten: Rund 48 Prozent der Ferienimmobilien sind größer als 80 Quadratmeter - 4,2 Prozent haben mehr als 250 Quadratmeter Wohnfläche.

Die besten Vermietungschancen haben allerdings Objekte mit maximal 80 Quadratmetern (4. Deutsche Ferienhaus-Urlaubsanalyse). 82,9 Prozent der Ferienobjekte verfügen über ein bis drei Schlafzimmer.
Der Außenbereich nimmt bei den Ferienimmobilienbesitzern einen hohen Stellenwert ein: Garten (73,7 Prozent) und Terrasse (68,3 Prozent) sind die Top-Kriterien.
Bei der Inneneinrichtung haben 58 Prozent der Eigentümer darauf geachtet, dass eine Einbauküche vorhanden ist - insbesondere die maßgeschneiderte Küche stellt schließlich eine kostspielige Neuinvestition dar. Der Fernsehanschluss durfte für mehr als die Hälfte der Befragten ebenfalls nicht fehlen.

Vermietung

60,9 Prozent aller Befragten schätzen bereits vor dem Kauf das Vermietungspotenzial ihrer zukünftigen Ferienimmobilie ab. Die vermietung liegt deutlich im Trend: Während in den 80er Jahren nur 44,4 Prozent und in den 90ern erst 53,4 Prozent beim Kauf die Vermietbarkeit des Objekts berücksichtigten, waren es seit 2000 bereits mehr als 70 Prozent der Befragten.

Die Jahreseinnahmen aus der Vermietung variieren allerdings stark: Die durchschnittlichen Jahreseinnahmen betragen 13.980 Euro. Während 59 Prozent der Befragten bis zu 10.000 Euro Mieteinnahmen erzielen, gibt es wahre Vermietungsprofis (15,9 Prozent) mit Einnahmen von mehr als 20.000 Euro pro Jahr. Der durchschnittliche Mietpreis für eine Woche in der Hauptsaison liegt bei 721 Euro und ist damit 43 Prozent höher als der Nebensaison-Mietpreis von 504 Euro pro Objekt/Woche. Insbesondere Ferienimmobilien in Deutschland sind als Vermietungsobjekte besonders attraktiv.

61 Prozent vermieten ganzjährig, um die optimale Auslastung zu sichern. Tatsächlich ausgebucht sind Ferienhäuser und Ferienwohnungen durchschnittlich 23 Wochen im Jahr. In puncto Eigennutzung ergibt sich ein differenziertes Bild: Mehr als ein Drittel nutzen die Ferienimmobilie nicht selbst, sondern betrachten sie als reines Vermietungsobjekt. Die Eigennutzung beschränkt sich durchschnittlich auf sieben Wochen im Jahr.

Ferienimmobilienmarkt in Deutschland

Der Ferienimmobilienmarkt in Deutschland ist ein "Ferienwohnungs"-Markt: In Deutschland werden überproportional oft Ferienwohnungen statt Ferienhäuser gekauft (57 Prozent der Befragten). Durchschnittlich haben Eigentümer 167.000 Euro für ihre Immobilie ausgegeben. Fast 95 Prozent sind mit ihrer Ferienimmobilie in Deutschland sehr zufrieden. Dabei trägt die gute Auslastung des Objekts zum Großteil zur Zufriedenheit bei - Deutschland ist das Top-Reiseziel bei Ferienhausurlaubern. Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Deutschland sind durchschnittlich 25 Wochen im Jahr ausgebucht und somit überdurchschnittlich gefragt. Die durchschnittlichen Mieteinnahmen bei deutschen Ferienobjekten liegen bei jährlich 13.480 Euro - je nach Lage und Objekt sind auch hier Einnahmen bis zu 30.000 Euro möglich.

Zufriedenheit

Trotz aller Schwierigkeiten würden sich 70,2 Prozent den Traum vom Ferienhaus noch einmal erfüllen. 96,6 Prozent sind mit ihrem Objekt zufrieden.

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